Haltung zeigen: Für Solidarität und Frieden


Das Aktionsbündnis Remscheid Tolerant, zu dem neben den demokratischen Parteien auch etwa die Kirchen gehören, lädt für den 12. März 2022 von 16 bis 18 Uhr zur Friedenskundgebung auf den Theodor-Heuss-Platz in Remscheid ein, um Solidarität mit der Ukraine und Menschen auf der Flucht zu zeigen.

Die Bilder getöteter Kinder und einer von Putins Truppen bombardierten Entbindungsklinik in Mariupol zeigen die Grausamkeiten und den Schrecken eines Krieges unter Geschwistervolk auf europäischem Boden. Die russische Regierung versucht falsche Narrative über Ursache und Verlauf des Krieges aufrecht zu erhalten, doch fällt dies zunehmend schwieriger. Facebook und Twitter wurden von der russischen Regierung bereits gesperrt, Haftstrafen für das Verbreiten von Informationen zum Krieg, die nicht der staatspropagandistischen Lesart entsprechen, ausgelobt. Russ*innen, die öffentlich gegen Krieg demonstrieren wurden ebenfalls bereits zu Tausenden verhaftet oder festgesetzt – inklusive Kindern. Dennoch finden entsprechende Informationen auf vielen verschiedenen Wegen weiterhin den Weg ins Land und zu den Menschen.

Haltung zeigen ist nicht nur das Motto für die Internationalen Wochen gegen Rassismus, die unmittelbar vor der Tür stehen, sondern auch das, was Menschen tun können, die in Sicherheit sind und in einem freien Land leben. Remscheid Tolerant möchte mit der Friedenskundgebung eine Möglichkeit schaffen, um gemeinsam gegen den Krieg aufzustehen und den mutigen Menschen in der Ukraine und in Russland, die sich gegen den Krieg zur Wehr setzen, wenigstens moralisch beizustehen. „Wir sind trotz unerträglicher Kriegsbilder und Nachrichten fast zum Nichtstun verdonnert“, klagt Anne Marie Faßbender, „aber diese Bilder fressen ja auch die Seelen der unbeteiligt Zuschauenden auf, diese Menschen wollen wir mit ihren Gedanken und Gefühlen nicht alleine lassen.“ Für die Jugendlichen Sofia Rodriguez und Lara Heibeck ist es der erste Krieg in Europa, den sie bewusst miterleben. Sie wollen gemeinsam versuchen ihre Gefühle zum Krieg in Worte zu fassen. Auch Papa Jo’s One Man Acoustic Jam, aka Jochen Wingsch, wird sich äußern, live mit Gitarre und Gesang aber auch mit Worten.

Instagram und Telegram sind in Russland noch nicht gesperrt, viele Informationen werden so auf untypischen aber kreativen Wegen weitergegeben. „Wir stehen auch in Kontakt mit jungen Menschen in der Ukraine und in Russland“, sagt Sascha von Gerishem, „neben Fotos vom Krieg werden sehr viele Fotos von Solidaritätskundgebungen aus aller Welt geteilt, die Menschen machen sich so gegenseitig Mut. Sie sehen, dass sie nicht alleine sind.“ Es werden nicht nur Plakate mit der ukrainischen Flagge und einer Friedenstaube verteilt, es wird auch konkrete Tipps und Hinweise gegeben, was und wie man etwas gegen die Desinformationen tun kann. Haltung zeigt man aktiv, die Teilnahme an einer Friedenskundgebung ist schon der erste Schritt.

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